DNS als Buch · 39/50 · 24 Min. angesetzt – Langform, jedes Wort zählt
DNS unter Linux
Linux trennt hart, was Windows in Diensten versteckt. /etc/resolv.conf war jahrelang die Stub-Datei: nameserver, search, options. systemd-resolved übernimmt das oft und macht aus resolv.conf einen Stub auf 127.0.0.53. Wer die Datei per Hand überschreibt und resolved weiterlaufen lässt, diagnostiziert Geister.
Client verstehen
resolvectl status resolvectl query intranet.firma.example dig @10.20.30.10 intranet.firma.example A +norecurse dig -x 10.20.30.10 getent hosts intranet.firma.example cat /etc/nsswitch.conf
nsswitch entscheidet, ob files vor dns kommt. Ein Eintrag in /etc/hosts gewinnt, solange files vorn steht – Segen im Labor, Fluch wenn ein alter Testname produktive Auflösung blockt.
Server: Bind und Unbound
BIND (named) ist der Lehrbuch-Autoritative. Zonenfiles, named.conf, rndc reload, journal für dynamische Updates. Unbound ist oft der rekursive Resolver vor dem Weiterleiten. Ein Kasten darf beides – du musst sagen, welche Rolle er in welchem Netz spielt.
// named.conf excerpt
zone "firma.example" {
type master;
file "/etc/bind/db.firma.example";
allow-transfer { 10.20.30.11; };
};
zone "30.20.10.in-addr.arpa" {
type master;
file "/etc/bind/db.10.20.30";
};sudo named-checkconf sudo named-checkzone firma.example /etc/bind/db.firma.example sudo rndc reload journalctl -u named -e ss -ulnp | grep :53
Fehler, die Stunden kosten
- Serial nicht erhöht, Slave bleibt auf gestern.
- allow-query zu eng, Clients bekommen REFUSED.
- recursion yes auf einem exponierten NS.
- resolved und ein zweites dnsmasq auf Port 53 – der Zweite verliert still.
- search-Liste falsch: kurzname trifft die falsche Zone.
Prüfung