DHCP als Buch · 36/50 · 24 Min. angesetzt – Langform, jedes Wort zählt
DHCP unter Linux
Unter Linux ist DHCP kein Klick-Assistent. Drei Familien begegnen dir: ISC dhcpd (alt, noch in Büchern), Kea (aktueller Nachfolger), dnsmasq (klein, oft auf Firewalls und Labors). Der Dienst lauscht auf einem Interface. Bindest du ihn an eth0 und die Clients sitzen hinter eth1 ohne Relais, bleibt das Segment leer.
isc-dhcp-server, die Prüfungssprache
subnet 10.20.30.0 netmask 255.255.255.0 {
range 10.20.30.50 10.20.30.200;
option routers 10.20.30.1;
option domain-name-servers 10.20.30.10, 10.20.30.11;
option domain-name "intra.example";
default-lease-time 28800;
max-lease-time 86400;
}
host drucker-lager {
hardware ethernet a1:b2:c3:d4:e5:f6;
fixed-address 10.20.30.20;
}Datei typisch /etc/dhcp/dhcpd.conf. Syntax prüfen, Dienst neu laden, Log lesen. leases liegen oft in /var/lib/dhcp/dhcpd.leases – das ist der Zustand, nicht die Konfig.
sudo dhcpd -t -cf /etc/dhcp/dhcpd.conf sudo systemctl restart isc-dhcp-server journalctl -u isc-dhcp-server -e sudo ss -ulnp | grep :67
Client Linux
Je nach Distribution: NetworkManager, systemd-networkd, ifupdown, dhcpcd. ip addr zeigt die Adresse, nicht wer sie gab. journalctl -u NetworkManager oder dmesg nach DHCP. dhclient -v eth0 ist der klassische Debug, wo Discover und Offer im Terminal stehen.
ip addr show ip route resolvectl status sudo dhclient -v eth0 # mit tcpdump den Dialog sehen: sudo tcpdump -ni eth0 port 67 or port 68
Kea und dnsmasq in einem Absatz
Kea spricht JSON und hat Hooks für Lease-Datenbanken – in größeren Höfen. dnsmasq mischt DHCP und DNS auf einem kleinen Kasten; praktisch im Labor, gefährlich wenn er unbeabsichtigt Autorität vorspielt. In der IHK reicht: Interface, Subnetz, Range, Optionen, Log, tcpdump.
- AppArmor/SELinux kann dhcpd am Socket hindern – Dienst grün, Port zu.
- Zwei dhcpd auf demselben VLAN ohne Split sind ein Duell.
- fixed-address ohne passendes subnet-Statement wird oft ignoriert.
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