FISI – Systemintegration

DNS als Buch · 37/50 · 22 Min. angesetzt – Langform, jedes Wort zählt

DNS: Frage, Cache, Autorität

DNS übersetzt Namen in Daten, nicht nur in A-Records. Ein Resolver fragt, ein autoritativer Server antwortet für eine Zone, Caches speichern die TTL lang. Wer diese drei Rollen in einen Satz stopft, diagnostiziert später den falschen Kasten.

Auflösungsweg

  1. Stub auf dem Client (Windows: Dienst DNS-Client, Linux: oft systemd-resolved oder /etc/resolv.conf).
  2. Weiterleitung an den konfigurierten Resolver (oft der Domänencontroller oder ein Unbound).
  3. Rekursion: Root → TLD → autoritative Zone, sofern der Resolver rekursiv darf.
  4. Antwort plus TTL in den Cache. Die nächste Frage sieht den Cache, nicht die Zone.

Satztypen, die du treffen musst

  • A / AAAA: Name nach IPv4 / IPv6.
  • PTR: Adresse nach Name, eigene Zone in-addr.arpa bzw. ip6.arpa.
  • CNAME: Alias. Ein CNAME an der Zone-Spitze ist Gift.
  • MX: Mail, mit Priorität. Zeigt auf einen Namen, der selbst A/AAAA hat.
  • NS: Delegiert eine Zone. Glue-A an der Elternzone, sonst Kreis.
  • SOA: Zone-Serial, Refresh, Retry, Expire, Minimum. Serial nicht vergessen nach Änderung.
  • SRV: Dienste, in AD lebenswichtig (_ldap._tcp …).
  • TXT: SPF, Nachweis, oft missbraucht als Notizzettel.

Rekursion nach außen nur den Resolvern erlauben, die intern sitzen. Ein offener Recursor im Netz ist ein Verstärker für Missbrauch.

Prüfung

Ein rekursiver Resolver …