Kata ist eine gespeicherte Reihenfolge von Ständen, Drehungen und Schlägen. Sie macht niemanden automatisch kampftauglich. Sie macht die Linie, die Hüfte und die Atmung prüfbar, weil jede Bewegung ein Soll hat. Du coachst eine Kata langsam, mit dem Sollbild neben dir, und suchst den einen Fehler: der Stand wird bei der Drehung eng, der Blick bleibt im Boden, die zurückziehende Hand ist tot. Ein Fehler pro Durchgang. Drei Fehler sind Lärm.
Kumite beginnt bei der Distanz. Ma-ai: so weit, dass ein Schritt plus Schlag trifft, nicht so nah, dass beide schon im Clinch wären, und nicht so weit, dass nur die Luft kämpft. Der erste Inhalt ist der eine Angriff und die eine Antwort, nicht ein freies Gewitter. Anfänger-Kumite mit Vollkontakt ohne Kontrollfähigkeit ist kein Mut. Schutz, Ansage, leichte Ziele auf den Körper, der Kopf tabu, bis die Kontrolle langweilig geworden ist.
Die Woche mischt Kihon, eine Kata, eine Kumite-Form. Kraft und Beweglichkeit für die Hüfte daneben. Nicht jeden Tag neue Kata, während der Zenkutsu noch ein Stehen ist. Der Stand ist das Programm.
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