Zeigen · 3/4 · 55 Min. angesetzt – Langform, jedes Wort zählt
Posing: Pflicht und Übergänge
Posing ist die Fähigkeit, den Muskel, den du gebaut hast, in einer vereinbarten Form zu zeigen, ohne die Luft anzuhalten bis zum Zittern und ohne die Haltung zu verlieren. Es ist eine Fertigkeit mit Wiederholungen, nicht ein Talent am Wettkampftag. Du übst sie, auch wenn du nie auf eine Bühne willst, weil sie lehrt, Gesäß, Lat und Bauch bewusst zu stellen statt nur im Spiegel zu hoffen.
Quarter Turns: du drehst dich in Vierteln, Füße bewusst, der Körper bleibt lang, die Arme hängen nicht tot, der Lat bleibt breit. Frontrelax, dann eine Vierteldrehung, Seite, Rücken, andere Seite. Der häufige Fehler ist die Schulter, die nach vorn fällt, sobald du „entspannt“ sagst. Entspannt heißt nicht zusammenklappen. Die Fersen bleiben, das Kinn ist nicht in der Brust vergraben.
Pflichtposen, grob und lehrbar: Front doppelter Bizeps, die Fäuste nicht höher als die Ohren, Ellbogen in der Linie, Bauch fest, nicht die Luft in den Hals gepresst. Front Lat: Hände in die Hüfte oder leicht dahinter, Brust hoch, Lat nach außen, nicht die Schultern zu den Ohren. Seite Brust: der hintere Arm zeigt die Brust, der vordere die Wade, die Hüfte dreht, der Bauch bleibt. Seite Trizeps: Arm gestreckt, Schulter unten, Wade gespannt. Rücken doppelter Bizeps: die Rückenmuskeln ziehen nach innen und unten, das Gesäß spannt, die Fersen bleiben am Boden. Rücken Lat: ähnlich breit wie vorn, aber der Rücken muss die Arbeit zeigen, nicht nur die Arme.
Übergänge sind der Teil, den Anfänger vergessen. Von Pose zu Pose nicht schlaff werden und dann neu explodieren. Die Mitte bleibt. Übe zwei Minuten am Stück mit einer Uhr, barfuß, gefilmt von vorn und von der Seite. Schau einmal ohne Ton. Wenn du die Pose nicht benennen kannst, ist sie noch keine.
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