Bevor jemand geworfen wird, muss er fallen können. Ukemi nach hinten und zur Seite: Kinn zur Brust, der Arm schlägt die Matte im Winkel, nicht das gestreckte Handgelenk, das den Sturz bremst und bricht. Übe das aus der Hocke, dann aus dem Stand, dann erst mit einem Partner, der dich noch hält. Ein Wurf am ersten Tag ohne Fallschule ist Fahrlässigkeit.
Der Griff am Judogi ist die Landkarte. Eine Hand am Kragen, eine am Ärmel ist ein klassischer Rahmen, nicht das einzige Muster, aber ein klares. Ziehen und heben ohne die eigenen Füße zu ordnen, macht dich zur Säule, die umfällt. Der Griff wird gebrochen und erneuert. Wer die Ärmel festkrallt und die Augen schließt, ringt nicht, er hängt.
Etikette ist Sicherheit: Verbeugen, auf das Signal warten, den Partner nicht über den Mattenrand werfen, nach dem Wurf den Griff lösen, dem anderen helfen oder zumindest nicht auf ihm sitzen bleiben. Barfuß, kurze Nägel, kein Schmuck.
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