Judo

Fallen und Werfen · 2/2 · 55 Min. angesetzt – Langform, jedes Wort zählt

Kuzushi und ein Wurf

Kuzushi ist das Ungleichgewicht. Du wirfst jemanden, der schon nicht mehr über seinen Füßen ist, nicht jemanden, der als Baum steht und den du mit dem Rücken heben willst. Ziehen, schieben, der Schritt des anderen ausnutzen. Ein kleiner Zug am Ärmel zur Seite, die Hüfte dreht hinein. Wenn die Übung ohne diesen Zug „funktioniert“, war der Partner nur höflich. Höflichkeit ist kein Kuzushi. Der Partner soll am Anfang mitgehen, später stehen, später dagegenarbeiten. Drei Stufen, nicht eine.

Osoto-gari als Bild: dein Körper nah, dein Bein mäht das Standbein, dein Oberkörper gibt die Richtung, der Fall geht zur Seite und nach hinten auf die Matte, nicht auf den Hinterkopf. Ouchi-gari: das Bein erntet von innen, während die Hände den Oberkörper auf diese Seite bringen. Du brauchst nicht vierzig Namen. Du brauchst einen Wurf, dessen Kuzushi du zeigen kannst, dessen Fallrichtung du sichern kannst, und dessen Fehler du filmst: Hüfte zu weit weg, Kopf in die falsche Richtung, das mähende Bein nur ein Antippen.

Randori ist offenes Üben, kein Finale. Ansage: nur dieser Wurf, oder nur nach links, oder abbrechen bei Ermüdung, wenn die Landungen hart werden. Neue Würfe nicht im ermüdeten Randori einführen. Kraft fürs Judo ist Zug, Hüfte, einbeinige Stabilität. Die Wirbelsäule des Partners ist die Grenze der Stunde.

Prüfung

Kuzushi bedeutet …