Lage und Antrieb · 1/4 · 62 Min. angesetzt – Langform, jedes Wort zählt
Wasserlage, Atmung, Zug
Kraul trägt dich, wenn der Körper lang auf dem Wasser liegt und nicht, wenn die Arme allein rudern. Die Hüfte bleibt nah an der Oberfläche, der Kopf in der Verlängerung der Wirbelsäule, der Blick geht schräg nach unten vorn und nicht zur Decke. Hebst du den Kopf, sinkt die Hüfte, und jedes Heben ist ein Berg, den du dir selbst baust. Die Rotation kommt aus dem Rumpf um die Längsachse, nicht aus einem seitlichen Knicken in der Lende. Lang und ruhig schlägt schnell und aufgerichtet.
Atmen ist ein Austausch und kein Luftholen in Panik. Du atmest unter Wasser aus, Mund oder Nase, sodass der Kopf nur kurz zur Seite dreht und einnimmt. Eine Brille bleibt im Wasser, das Ohr bleibt nah dran, der Scheitel geht nicht nach hinten. Wer den Kopf hebt, um zu atmen, zerstört die Lage, die er gerade mühsam gebaut hat. Die Seite, zu der du drehst, ist zuerst eine, dann die andere, und beides darf am Anfang ungleich sein, solange die Lage hält.
Zug und die teuren Fehler
Der Zug beginnt vor der Schulter mit einem Unterarm, der Wasser fasst, nicht mit einer Hand, die nach unten drückt. Der Ellbogen bleibt höher als die Hand, der Unterarm zeigt nach hinten, und du schiebst das Wasser Richtung Hüfte, nicht zur Beckenmitte kreuz und quer. Der Zug endet am Oberschenkel, dann geht der Ellbogen hoch und der Arm nach vorn, entspannt, nicht als zweiter Kraftakt über Wasser. Ein langer vorderer Arm gibt dir Zeit, der andere zieht. Beide gleichzeitig zu hetzen macht kurzen, lauten Kraul.
Fehler sind ein Kopf, der als Periskop arbeitet, ein Arm, der vor der Körpermitte kreuzt, und ein Zug, der nur aus dem Ellbogen schnalzt, ohne Wasser zu fassen. Dazu kommt Luftanhalten bis zur Verzweiflung und dann ein Ruck zur Seite. Anfänger dürfen mit einer Atemseite beginnen und Strecken von fünfundzwanzig Metern wählen, auf denen die Lage bis zur Wand hält. Fortgeschrittene halten dieselbe Lage, wenn das Tempo steigt, und zählen Züge pro Bahn, statt nur die Uhr zu glauben. Weniger Züge bei gleicher Zeit bedeuten oft einen besseren Halt, nicht automatisch mehr Kraft.
Der Unterschied zwischen den Stufen ist die Distanz, über die die Cue noch sichtbar ist. Der Anfänger filmt und korrigiert eine Bahn. Der Fortgeschrittene filmt Bahn drei eines harten Stücks, weil die Lage oft genau dort zerfällt. Beiden reicht eine Cue pro Serie, etwa ausatmen oder langer vorderer Arm. Wer fünf Befehle gleichzeitig ins Wasser nimmt, hält keinen. Die Pause zwischen den Bahnen ist erlaubt und ist der Ort, an dem du die Cue wiederholst, nicht der Beweis, dass du noch nicht schwimmen kannst.
Wasserlage
Langer Körper, Hüfte oben, Kopf in der Wirbelsäule. Atmung dreht den Kopf zur Seite, sie hebt ihn nicht. Sinkt die Hüfte, war meist der Kopf oder ein fehlendes Ausatmen zuerst da.
- Blick schräg nach unten, Scheitel nicht als Schnorchel
- Unter Wasser ausatmen, seitlich einatmen, eine Brille im Wasser
- Hoher Ellbogen, Unterarm fasst, Zug bis zur Hüfte
- Ein Arm vorn lang, während der andere zieht
- Zugzahl pro Bahn notieren, nicht nur die Zeit
Film von der Seite auf Hüfthöhe über Wasser und, wenn das Becken es erlaubt, einmal von vorn auf den Eintritt der Hand. Du willst sehen, ob der Kopf hebt, ob die Hüfte sinkt und ob die Hand vor der Schulter oder über der Mitte einsetzt. Unterwasser von der Seite zeigt den Ellbogen im Zug besser als jedes Gefühl. Eine Bahn locker und eine Bahn zügig reichen. Das Gefühl im Wasser ist ein schlechter Zeuge, das Bild ein brauchbarer.
- Gleitlage nach Abstoß, Gesicht im Wasser, ausatmen
- Ein Arm zieht, der andere bleibt vorn, erst dann tauschen
- Drei mal fünfundzwanzig Meter mit einer Atemseite und langer Pause
- Eine Bahn filmen, eine Cue wählen, dieselbe Bahn noch einmal
Prüfung