Schwimmen

Lage und Antrieb · 2/4 · 54 Min. angesetzt – Langform, jedes Wort zählt

Beinschlag, Wende, Start

Der Beinschlag im Kraul kommt aus der Hüfte, nicht aus einem Fahrradtritt im Knie. Die Amplitude bleibt klein, die Füße locker und einwärts gedreht, die Knie nur leicht gebeugt. Ein großer Schlag macht Spritzer und bremst, ein kleiner hält die Hüfte oben und den Takt. Viele Einsteiger überschätzen, wie viel Vortrieb die Beine liefern, und unterschätzen, wie sehr ein wilder Schlag die Lage zerstört. Zuerst ist der Schlag ein Stabilisator, später erst ein Motor.

Am Brett übst du den Schlag nur so lange, bis Hüfte und Füße eine Idee haben. Das Brett, das den Kopf hochhält, trainiert genau die Lage, die du im Kraul nicht willst, wenn du minutenlang so schwimmst. Besser sind kurze Strecken mit Gesicht im Wasser und seitlichem Atmen, oder ein Brett nur für wenige Meter. Flossen können das Gefühl eines kleinen Schlags lehren und werden dann wieder weggelegt. Sie sind ein Werkzeug, kein neuer Schwimmstil.

Wende und Start, grob und sicher

Die Wende an der Wand ist für den Anfang ein sicheres Ankommen, eine Drehung, die du kennst, und ein Abstoß in gestreckter Lage, Arme am Ohr, ein Bein nicht außen. Du musst keine Wettkampf-Saltowende können, um Bahnen sinnvoll aneinanderzuhängen. Wer die Rolle übt, übt sie langsam bei leerem Wasser, nicht im Sprint neben anderen. Der Abstoß geht unter die Fläche und kommt in die Schwimmlage, bevor du die Luft erzwingst. An die Wand greifen und stehen bleiben ist eine legale Pause, solange du sie als Pause buchst.

Der Start vom Block oder vom Rand ist ein eigener Skill mit echtem Risiko für Nacken und Kopf. Ohne Unterricht und ohne tiefes, freies Wasser bleibt der Einstieg über die Leiter oder ein kontrolliertes Sitzen vom Rand. Ein flacher Sprung in unbekanntes oder flaches Wasser ist kein Mut. Wer starten lernt, lernt zuerst den Streamline-Abstoß von der Wand, dann einen einfachen Schritt vom Rand mit jemandem, der das Becken und die Tiefe kennt. Dieses Kapitel beschreibt die Reihenfolge, es gibt keine Freigabe für Kopfsprünge.

Anfänger verbinden zwei Bahnen mit einer sicheren Wandberührung und einem langen Abstoß, bevor sie an Rollen denken. Fortgeschrittene machen die Rolle zur Zeitersparnis, ohne die Lage nach dem Abstoß zu verlieren, und zählen die Züge bis zur Wand, damit die letzte Bewegung kein Zufall ist. Beiden gilt, dass Beinschlag-Sprints über lange Strecken die Hüftbeuger und die Füße reizen können, wenn der Schlag groß und steif ist. Klein und kurz schlägt lang und panisch. Wenn der Schlag die Atmung zerlegt, ist er zu groß für diese Serie.

Streamline

Arme am Ohr, Hände übereinander, Körper gestreckt, Kopf zwischen den Armen nach dem Abstoß. Die billigste Geschwindigkeit im Becken, bevor der erste Zug überhaupt beginnt.

  • Schlag aus der Hüfte, klein, Füße locker
  • Brett nicht als Dauerhaltung mit hohem Kopf
  • Wand sicher berühren, Abstoß lang, dann erst ziehen
  • Rolle nur üben, wenn die Bahn frei ist und die Drehung sitzt
  • Kein Kopfsprung ohne Tiefe, Aufsicht und Unterricht

Film den Beinschlag von der Seite, am besten unter der Fläche, über wenige Meter. Du suchst große Knie und Spritzer statt kleiner Hüftbewegung. Film den Abstoß von der Seite: Sind die Arme am Ohr oder schon im Zug, bevor du Geschwindigkeit hast. Eine Aufnahme vom Start machst du nur, wenn ein qualifizierter Rahmen da ist, und dann auf Tiefe und Eintrittswinkel, nicht auf die Pose. Was gefährlich aussieht, wird nicht wiederholt, nur weil die Zeit gut war.

  1. Acht mal fünfundzwanzig Meter nur kleiner Schlag, Gesicht im Wasser, lange Pause
  2. Jede Bahn mit langem Abstoß beginnen, fünf Züge zählen
  3. Wende als sichere Berührung, Rolle erst separat und langsam
  4. Start erst, wenn Tiefe und Aufsicht geklärt sind, sonst Einstieg über die Leiter

Prüfung

Ein sicherer Einstieg in Start und Wende bedeutet …