Trainerhandwerk

Cue und Versorgung · 4/4 · 55 Min. angesetzt – Langform, jedes Wort zählt

Essen, Schlaf, Rückkehr

Anpassung passiert nicht in der Stunde. Sie passiert danach, wenn Protein da ist und der Schlaf lang genug war, dass das Gewebe die Last ernst nimmt. Für Kraft und Mannschaftssport liegt eine brauchbare Proteinspanne oft bei etwa 1,6 bis 2,2 Gramm pro Kilogramm Körpermasse am Tag, verteilt auf Mahlzeiten, nicht als ein Shake und sonst nichts. Kohlenhydrate gehören an die harten Tage. Fett nicht auf null. Die Waage am einzelnen Morgen ist Wasser. Der Wochenschnitt ist die Information.

Schlaf unter etwa sieben Stunden über Wochen macht aus Progression Ermüdung. Du fragst danach, bevor du die Last hebst. Ein Athlet im Defizit und im harten Block gleichzeitig verliert oft zuerst die schnelle Technik, nicht die Motivation. Dann ist die ehrliche Steuerung: Last halten, Volumen senken, oder Defizit kleiner machen. Beides maximal ist ein Kurzprogramm.

Rückkehr nach Pause: die alte Bestleistung ist kein Termin. Die erste Woche ist Bahn und halbe Arbeitssätze. Die zweite darf sich der alten Last nähern, wenn die Bahn steht. Sehnen hinken der Kondition im Kopf hinterher. Sprünge, Würfe, Klimmzüge und Sprints steigern in einer Variablen: Umfang oder Intensität, nicht beides nach zehn Tagen Urlaub.

Nahrungsergänzung, die du als Trainer verantworten kannst, ist schmal: Kreatin Monohydrat, wenn Kraft das Ziel ist und die Niere nicht anders verordnet wurde, Vitamin D nur bei nachgewiesenem Mangel, nicht als Stapel. Alles, was „hormonell“ verspricht, ist nicht dein Regal. Doping ist kein Trickkapitel. Es ist außerhalb dieses Kurses, weil Dosierung und Beschaffung hier nicht hingehören und Gesundheit plus Sperre die eigentliche Rechnung sind.

Prüfung

Protein im Kraftkontext liegt praxisnah oft bei …