Cue und Versorgung · 3/4 · 50 Min. angesetzt – Langform, jedes Wort zählt
Cueing, Demo, Fehler
Ein Cue ist ein Satz, der eine sichtbare Änderung erzeugt. „Spann an“ ist selten ein Cue, weil niemand weiß, was. „Schraub die Füße in den Boden, ohne sie zu verschieben“ ist ein Cue, wenn die Knie danach nicht mehr nach innen fallen. Du gibst einen Cue, lässt zwei Wiederholungen laufen, schaust, ob das Bild sich ändert. Wenn nicht, war der Cue falsch oder die Last zu hoch, um ihn zu halten. Dann Last runter, nicht den Cue wiederholen wie ein Mantra.
Demonstration ist kurz und aus dem Winkel, den der Athlet sehen muss. Die Kniebeuge von vorn für die Knie, von der Seite für die Tiefe und den Rücken. Du redest nicht während der Demo drei Minuten. Einmal richtig, einmal den häufigen Fehler in Zeitlupe, dann der Athlet. Film sein Set, nicht deins. Sein Fehler ist der Unterricht.
Externe Cues schlagen oft interne. „Drück den Boden weg“ schlägt „kontrahiere den Quadrizeps“, solange der Athlet kein Anatomie-Seminar will. Interne Cues haben einen Platz, wenn das Gelenk eine Richtung lernen muss, die von außen unsichtbar ist, etwa die Zunge am Gaumen oder das Ausatmen gegen die geschlossene Stimmritze beim schweren Stand. Ein Cue pro Satz. Der zweite kommt im nächsten Satz, wenn der erste sitzt.
Feedback nach dem Satz, nicht in der schwersten Wiederholung, außer die Bahn wird gefährlich. Dann abbrichst du. Lob ist konkret: „Die Fersen sind geblieben.“ Nicht „stark“. Konkret lässt sich wiederholen. „Stark“ lässt sich nicht trainieren.
Prüfung