Anfänger ziehen mit den Armen, weil die Füße nichts tun. Der Trainer stellt sie auf große Tritte und verlangt, dass die Arme lang werden, das Becken an die Wand kommt, das Gewicht auf dem Fuß liegt, bevor die Hand den nächsten Griff sucht. Leise Füße. Ein Blick auf den Tritt, dann der Fuß, dann erst die Hand. Wer den Fuß setzt, ohne hinzuschauen, tritt daneben und nennt es mangelnde Fingerkraft.
Ruheposition: ein Arm lang, der andere leicht gebeugt, die Hüfte über einem Fuß, Atmung sichtbar. Dort wird entschieden, nicht im Zittern am kleinen Leisten. Die Route lesen heißt, die Ruhepositionen von unten zu sehen und den schweren Zug dazwischen zu benennen. Zwei Züge voraus, nicht acht. In der Halle mit bunten Griffen übst du eine Farbe und suchst die Rast, bevor du die nächste Farbe anfasst.
Technikdrills: leise Füße an der leichten Wand, Hände nur als Balance, Traversen, Absteigen. Das ist die Stunde, nicht nur das Projekt, an dem der Athlet hängt und flucht. Das Projekt kommt am Ende, ausgeruht, wenige Versuche. Der zehnte Versuch in offener Hand ist oft nur noch Haut und Sehne.
Prüfung